Willkommen

19. Juli 2009

Hallo liebe Freunde,

willkommen auf meinem Blog!

Bald bin ich in China und ich will natürlich, dass ihr immer mit dabei seid und wisst was ich tue und wie’s mir ergeht. Deshalb werde ich hier regelmäßig neue Beiträge senden und euch erzählen was ich mache. Auch Fotos warten darauf online gestellt zu werden.
Damit ihr euch hier gut zurecht findet möchte ich euch schnell einige Funktionen dieses Blogs erklären:

Auf dieser Seite findet ihr immer die neuesten fünf Artikel. Für alle weiteren, älteren Artikel klickt bitte oben auf “Archiv” und wählt dann eine Rubrik aus.
Für Fotos und Bilder schaut bitte einfach mal in die Rubrik “Ausblick”. Dort werde ich alle möglichen Bilder veröffentlichen und sie soweit es geht nach Themen oder Aufnahmedatum ordnen.
Unter der Steckkarte “Kontakt” findet ihr meine aktuelle Email-Adresse und Telefonnummer.
Rechts befinden sich mehrere Kästchen. Das oberste zeigt euch die Titel der letzten fünf Artikel an. Das zweite liefert euch Echtzeitinformationen über Dinge die ich momentan mache. Die beiden weiteren Kästchen beinhalten Links zu anderen Seiten von mir oder zu Seiten meiner Freunde. Weiter unten wird die Anzahl der bisherigen Besucher auf meinem Blog angezeigt.

Also viel Spaß, und immer schön am Ball bleiben!

Euer Martin

ChenYu


Frohes neues Jahr!

31. Dezember 2009

Liebe Freunde!

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und das Beste für das neue Jahr! Ein paar wundervolle 12 Monate voller Gesundheit und Erfolg!

Sylvester werde ich in der Bar Rouge direkt am Bund, der Uferpromenade am Huangpu in der Altstadt verbringen. Alles auf einer Terrasse eines alten Kolonialbaus, mit Blick auf die Skyline. Ich hoffe auch ihr habt eine gute Zeit mit Freunden und Familie!

Euer Martin

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Frohe Weihnachten!

25. Dezember 2009

Liebe Freunde!

Schon eine ganze Weile habe ich mich nicht bei euch gemeldet und wieder sah es fast so aus, als würde ich ein wenig diesen Blog vernachlässigen. Dafür entschuldige ich mich. Ich hatte in den letzten Wochen wirklich jede Menge zu tun. Neben meinem Studium habe ich schon langsam mit meinem Praktikum begonnen, im nächsten Jahr geht es dann richtig los (davon berichte ich euch dann nochmal ausführlicher) und außerdem hatte ich in den letzten Tagen meine Abschlussprüfungen. Diese habe ich sehr gut bestanden und somit bin ich nun ganz mit der Uni hier in China fertig.

Gestern war Heilig Abend und wie ihr euch sicher vorstellen könnt, wird in China kein Weihnachten gefeiert. Dennoch habe ich zusammen mit einigen Freunden das Beste daraus gemacht. Ich war nachmittags mit Helena in der Deutschen Gemeinde Shanghai zum deutschen Weihnachtsgottesdienst. Das war wirklich komisch, irgendwie fühlte man sich wie in Deutschland. Um einen herum saßen nur Deutsche, es wurde nur Deutsch gesprochen. Auch der Gottesdienst war auf Deutsch, ein ökumenischer Gottesdienst, also wundersamerweise schaffen hier Katholiken und Evangelen, was in Deutschland oft nur mühsam möglich ist; zusammen zu feiern.

Nach dem Gottesdienst bin ich mit Helena noch etwas durch die Stadt gebummelt, später haben wir zuhause noch etwas gegessen (Spaghetti mit Ketchup und türkischer Wurst) und abends hatten wir noch mit ein paar Freunden eine Weihnachtsfeier, ebenfalls mit Essen. Natürlich war Weihnachten nicht so schön wie sonst zuhause, ich denke das ist auch nicht zu übertreffen. Aber irgendwie haben wir aus der Zeit das Beste rausgeholt.

Gleich geht es für mich nach Tianjin, dort bleibe ich einige Tage bei einem Freund und seiner Familie. Deshalb bin ich gerade auch etwas kurz angebunden und dieser Artikel wird wohl leider nicht so schön wie die anderen.

Trotzdem wünsche ich euch allen noch ein paar schöne Weihnachtsfeiertage! Vielen Dank an alle die auch an mich gedacht haben: die guten Wünsche in Mails und Karten, ja sogar Geschenke! Ein toller Stollen aus Potsdam versüßte mir den gestrigen Abend sehr! Vielen Dank dafür!

Mit den herzlichst Weihnachtsgrüßen nach Deutschland,

Euer Martin

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Ready, steady, GO!

18. November 2009

Liebe Freunde!

Wie jede größere Stadt auf dieser Welt hat auch Shanghai jede Menge zu bieten. Nach der Uni gibt es hier ein umfassendes Freizeitangebot zu finden. Ich habe euch bereits von verschiedenen Bars und Restaurants erzählt, aber Essen gehen ist wohl sicher keine Freizeitbeschäftigung.

Neben zahlreichen Aktivitäten und Ausflügen, die uns von der Universität angeboten werden, haben wir in unserem Viertel jede Menge Gelegenheiten Sport zu betreiben. Auf unserem Wohncampus befinden sich ein Tennisplatz und Tischtennisräume; in der Nähe können wir auch schwimmen gehen, Billard und Dart spielen oder einfach Fitness betreiben.

Shanghai bietet ein großes kulturelles Programm. Es gibt kleine Künstler- und Designerviertel die man besuchen kann, oder aber Museen mit chinesischer und westlicher Kunst, historische Gebäude, wie z.B. den Gründungsort der Kommunistischen Partei Chinas. Leider war ich hier noch nicht auf einem Konzert; was ich noch unbedingt vorhabe ist eines der Shanghaier Opernhäuser zu besuchen, um mir eine traditionelle Shanghai-Oper anzusehen.

Was in Shanghai etwas zu kurz kommt sind Grünflächen. Dennoch gibt es einige Parks, wie z.B. den Changfeng-Park direkt hinter unserer Uni. Gleich im Anschluss an den Park befindet sich ein kleiner Rummel mit einer Kart-Rennbahn, wohl einer unserer liebsten Orte. Ab und zu gönnen wir uns also mal ein kleines Rennen, wobei Kadir die olle Sau immer gewinnt. Kadir, du hast eindeutig zu viel Benzin im Blut! :)

Beste Grüße aus Shanghai an euch!

p.S.: heute geht es übrigens nach Hangzhou für einen Abend

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Happy Halloween!

1. November 2009

Liebe Freunde!

Dieses Wochenende ist Halloween, ein sehr “unchinesisches” Fest. Aber wie es denn so ist leben in Shanghai genügend Ausländer, dass es sich wiederum lohnt dieses Fest zu feiern. Für mich war es das erste Mal in meinem ganzen Leben, dass ich mich zu diesem Tag in irgendeine Verkleidung geschmissen habe.

Wir sind alle zusammen in den verrücktesten Kostümen (alles war dabei, sogar eine Sektflasche) in irgendein Hotel, wo im 46 Stock über den Dächern der Stadt eine Halloween Party stattfand.  Und siehe da, es war ein riesen Spaß!

Happy Halloween auch an euch, zusammen mit den besten Grüßen aus Shanghai!

Ich als schreckliches Etwas

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Über den Wolken und trotzdem freie Sicht

21. Oktober 2009

Was gibt es, was es in Shanghai nicht gibt? – NICHTS!

Manch einer möchte meinen, das sei ganz und gar unmöglich, ich sage: doch es ist möglich, denn diese Stadt hat einfach viel zu viel zu bieten. Und ich wäre dumm, wenn ich nicht hin und wieder einige Ausflüge in das sonst Unmögliche unternehmen würde.
Jinmao und JinrongShanghai ist eine Metropole, ein Schmelztiegel für Arm und Reich. Hier kommen die Armen aus den ländlichen Regionen hin, um Arbeit zu finden und die Reichen aus aller Welt, weil diese Stadt ein Umschlaghafen, ein Finanz- und Handelszentrum ist. Dieses unvorstellbar ungerechte Ungleichgewicht bringt auch eine unglaubliche Vielfalt mit sich. Oft ist einem gar nicht so bewusst in welchen Dimensionen sich das ganze bewegt, aber hin und wieder werden einem dann die Augen geöffnet, z.B. wenn man gerade noch in irgendwelchen slumähnlichen Gegenden für 50 Cent vom Grill gegessen hat und sich fünf Minuten später in einer Bar befindet, die Wein im Glas für 30.000 Yuan (ca. 3.000€) anbietet. Gleich raus hier, haben wir uns gedacht und sind weitergezogen!

Ein Dampfer auf dem Huangpu-Fluss

Gestern wollte ich mit einem Freund einen Kaffee trinken gehen. Es war schon abends und er kennt ein gutes Café, meinte er, das Shintori. Wir gingen also durch eines der alten Shanghaier Viertel; enge Gassen, kleine Häuser im europäischen Stil, kaum Platz zum Laufen auf den Gehwegen, denn überall standen Fahrräder. Plötzlich zieht er mich in einen Hauseingang. Sehr merkwürdig, dachte ich, denn dieser Eingang passte gar nicht zum Haus. Das Haus war alt und heruntergekommen; aber der Eingang modern, wenn auch schlicht, aus glattem Beton, grau, wie in das Haus hineingebohrt und dann vergessen worden. Der Eingang bestand aus einigen Stufen die hoch in das Haus hineinführten, keine Tür, kaum Beleuchtung. Wir gingen die Stufen hoch, und plötzlich hörte der Gang auf, keine Tür, kein Nichts, einfach ENDE. In der Wand waren neun Löcher in drei Reihen eingelassen, die von innen beleuchtet wurden. Mein Freund hielt seine Hand in bestimmte Löcher, alles in einer bestimmten Reihenfolge und siehe da, die Wand schob sich beiseite, dahinter ein großes Lokal mit bestem Service. Na wenn das mal kein Geheimtipp ist?!
Ich habe mir sagen lassen, dass der Code am Eingang sich von Tag zu Tag ändert. Man kommt also nicht so einfach rein.

Ein Abend auf der Promenade am Bund

Letzten Monat, als ich endlich meine Studiengebühren losgeworden bin und nicht mehr so viel Bargeld zuhause rumliegen hatte (das kann echt nerven), war ich in absoluter Stimmung etwas Besonderes zu erleben. Ich überlegte nicht lange und mir fiel mein letzter Aufenthalt in Shanghai mit Onkel Heinz ein. Wir waren damals auf Besuch im Hyatt im Jinmao Tower, ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Inzwischen steht in Shanghai schon wieder ein noch höheres Gebäude, das Global Finance Center, gleich gegenüber vom Jinmao. Dieses ist derzeit der zweitgrößte Wolkenkratzer weltweit. Auch in diesem Hochhaus gibt es ein Hotel in dem man, so sagte man mir, sehr gut Kaffee trinken kann. So bin ich also auf in den 87 Stock. Dieses Hotel, das Park Hyatt ist wirklich sehr schön eingerichtet. Schlicht, modern und trotzdem nobel. Neben der Einrichtung ist natürlich der Ausblick kaum zu übertreffen. Man fühlt sich wie in einem Raumschiff oder so, das über Shanghai schwebt. Die Atmosphäre ist sehr angenehm und die Toiletten … vollautomatisch ;) Ich fühlte mich wie ein Steinzeitmensch der die 60er Jahre als modern betrachtet. Nach dem Kaffee fühlte ich mich irgendwie komisch, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sowas zu erleben ist Wahnsinn, man denkt ja immer man sei zivilisiert, aber sowas übersteigt dann alles Vorstellbare.

Blick nach draußen

Ich grüße euch ganz herzlich aus dieser Stadt der absoluten Gegensätze, in der man Dinge erlebt, für die es kaum Worte gibt, weil sie ganz einfach zu neu sind!

Unser Platz

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